Deutsch-Ungarische Gesellschaft

in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Aus dem Ungarischen Volksaufstand nach Deutschland: László Fodor

Der Ungarische Volksaufstand von 1956 war ein Meilenstein der europäischen Freiheitsgeschichte, weil er deutlich machte, dass die kommunistische Unterdrückung nicht von Dauer sein würde.

Dr. László Fodor, seit Jahrzehnten ein Vorkämpfer der deutsch-ungarischen Freundschaft, gehörte schon als Schüler zu den damaligen Freiheitskämpfern. Gerade 17 Jahre alt, musste er nach Deutschland fliehen, wo er eine neue Heimat fand und als Mediziner Karriere machte.

Abenteuerlicher kann ein Lebensweg kaum sein. Jetzt hat er darüber ein Buch veröffentlicht. Es heißt: »Wellenreiter – ein ungarischer Europäer«.
Die Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland nahm dies zum Anlass, um mit László Fodor über seine damaligen Erlebnisse ins Gespräch zu kommen.

Die Gäste der Veranstaltung verbrachten einen sehr nachdenklichen Abend. Moderiert von DUG-Präsident Gerhard Papke, berichtete Fodor, wie er sich als Jugendlicher auf die Seite der Revolution schlug und den Straßenkampf in Budapest erlebte. In seiner Schule von der eindringenden russischen Armee verhaftet, musste er fürchten, sofort erschossen zu werden. Doch ihm gelang die Flucht. Er verließ seine Heimatstadt Sopron und entkam zwischen russischen Soldaten hindurch nach Österreich.

László Fodors tief berührende Schilderung seiner Erlebnisse 1956 veranschaulicht, was viele Ungarn auf sich nahmen, um für die Freiheit ihres Volkes zu kämpfen. Sie setzten damit ein Zeichen für die Freiheit Europas.