Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
 

Veranstaltungsberichte

  

 

 

  

 

Bericht über die Jahresmitgliederversammlung 2017
Bericht aus der Budapester Zeitung

 

Bericht in der Budapester Zeitung

 

Bericht vom Klavierkonzert am 26.05.2017

 

 

Bericht über den Vortrag "Ungarn - Pionier in der Digitalisierung"
Budapester Schüler zu Gast bei der DUG
DUG beteiligt sich am Europatag 2017

 

  

Berichterstattung in der Budapester Zeitung über Verleihung Wolfgang Kessler-Preis 2016

 

 

DUG besucht Südostungarn

Sie sind etwas ganz besonderes, die Delegationsreisen der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft. Neben Gesprächen auf der politischen Ebene will man dabei auch immer wieder Programmpunkte vor allem außerhalb von Budapest realisieren, welche sonst kaum bis gar nicht auf den normalen Reiserouten liegen. So auch bei der jüngsten Reise vom 13. bis 17. Juli 2016, wo vor allem Firmenbesuche im Mittelpunkt standen. Neben Großbetrieben war ein weiterer Schwerpunkt auf kleine und mittelständische Unternehmen gelegt worden, welche jedoch alle im Produktionsbereich tätig waren.

Ehrenmitgliedschaft für Botschafter Dr. Heinz-Peter Behr

Start der Reise war Budapest, wo Präsident Dr. Peter Spary nicht nur die Teilnehmer der Reise im Restaurant Biarritz begrüßen konnte, sondern vor allem auch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, Dr. Heinz-Peter Behr und dessen Gattin. Ein ebenso herzlicher Willkommensgruß galt Rechtsanwalt Dr. Tamas Bajaky sowie der Repräsentantin der Signal-Versicherung in Budapest, Janine Odzuck. Präsident Dr. Peter Spary nahm die Gelegenheit wahr, sich bei Botschafter Dr. Behr für dessen vielfältige Unterstützung der DUG zu bedanken und freute sich sichtlich, dem Diplomaten die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied der DUG überreichen zu können. Damit konnte Dr. Spary einen einstimmigen Beschluss des DUG-Präsidiums umsetzen, das bereits im Frühjahr beschlossen hatte, dem Botschafter diese Ehre zuteilwerden zu lassen. Dr. Behr bedankte sich für diese Ehrung, die er gerne annahm und gab einen kurzen Bericht über die aktuelle Lage der deutsch-ungarischen Beziehungen aus seiner Sicht. Dabei ging er auch auf die Rolle des Deutsch-Ungarischen Forums ein, welches im Herbst dieses Jahres turnusmäßig in Budapest stattfinden soll. Dr. Behr sprach sich dabei dafür aus, dass vor allem der  Teilnehmerkreis verjüngt werden solle und generell die Jugend hier stärker mit eingebunden werden müsse.

AKW in Paks besucht und exzellente Weinprobe in Szekszard

Am nächsten Tage ging es direkt von Budapest nach Paks zum dortigen Atomkraftwerk, welches derzeit über 4 Blöcke mit jeweils 500 MW-Leistung verfügt. Geplant ist der Ausbau um weitere 2 Blöcke mit jeweils 1250 MW, so dass dieses AKW einen hohen Anteil zur Sicherstellung der Stromversorgung in Ungarn leistet. Das AKW selber, aber auch der Ausbau steht dabei in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion, ebenso wie der Umstand, dass der Bauauftrag nach Russland vergeben werden soll. Gabor Nemeth, Berater des CEO des AKW´s gab der Delegation zunächst einen allgemeinen Überblick über die Situation der Stromversorgung in Ungarn und auch über die Rolle des AKW. Anschließend konnte man das AKW intensiv besichtigen, so konnte die Delegation nicht nur den Kontrollraum sondern auch die Turbinenhalle sowie das Trainingsgelände für die Mitarbeiter eingehend besuchen. Insbesondere das Trainingsgelände fand dabei reges Interesse, werden doch die Mitarbeiter dort intensiv auch auf Störfälle und deren Behebung vorbereitet. All dies machte einen sehr soliden Eindruck, und auch die Sicherheitsvorkehrungen waren sehr scharf. So wurde die Delegation von Beginn an auf dem Gelände trotz vorheriger Ausweiskontrollen stets von bewaffneten Mitarbeitern begleitet. Nach einem Mittagessen in der Kantine des AKW ging es weiter nach Szekszard, einer der wichtigsten Weinanbauregionen. Auf rund 2300 Hektar wird hier vor allem Rotwein angebaut, welche sich durch viel Obst- und Traubenaromen auszeichnen. Hier war man dann privat auf dem Weingut von Gabor Nemeth, der auf 20 Hektar durchaus sehr schwere und facettenreiche Rotweine anbaut, welche auch einen sehr hohen Alkoholgehalt aufweisen, 15 bis 16 % sind da keine Seltenheit. Beeindruckend die große Vielfalt an Sorten, so wird dort auch noch Kardaka angebaut, eine sehr alte Sorte und die Weine sind vor allem sehr dunkel und haben einen starken Taningehalt. Vor allem sind sie aber bekömmlich, denn es galt rund ein Dutzend verschiedener Weine zu probieren, dazu gab es typische Speisen, auch einen leckeren Gulasch aus Hirschfleisch, was wieder typisch für die Region ist. Der Wein wird hier auf dem Familienweingut von Hand gemacht, die Fässer sind aus Holz und die Keller sind tief in der Erde, halt ein typischer Familienbetrieb im Nebenerwerb und so wurde am Abend neben der Energiepolitik auch viel über Weinbau und Qualität diskutiert.


Kompromisslose Qualität bei Mercedes und Zwack

Keine Kompromisse bei der Qualität, das kann man denn sicherlich über die Besuche des nächsten Tages bei den Firmen Daimler und Zwack sagen. Mercedes Benz hat in Kecskemét ein Werk gebaut, wo vor allem die Fahrzeuge der B-Klasse und Teile der C-Klasse gebaut werden. Das Mitglied der Geschäftsleitung Gabor Kiss begrüßte die Delegation und dann ging es direkt in die große Werkshalle zur Endabnahme. So konnte man sich unter anderem ansehen, wie Teile der Bereifung montiert werden, die Befüllung der Fahrzeuge mit Betriebsstoffen funktioniert sowie Teile der Logistikketten. Hier wurde sehr deutlich, dass Mercedes vor allem viele Zulieferer hat, die hier direkt auf dem Betriebsgelände  Teile an das Band liefern, was häufig als abstrakt in den  Medien dargestellt wird, konnte hier direkt beobachtet werden. Im Konferenzraum stellte Gabor Kiss dann das Werk und auch die Situation der Arbeiter dar. So ist man inzwischen einer der größten Arbeitgeber in Kecskemét und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden funktioniert optimal. Leider geht die Produktion fast komplett außerhalb nach Ungarn. Wie Gabor Kiss erläuterte, setzen die Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes jedes Jahr nur rund jeweils 2000 Fahrzeuge selber in Ungarn ab. Auf Nachfrage erläuterte Gabor Kiss ferner, dass auch die ungarische Regierung keine Mercedes fahre, sondern der Fuhrpark komplett von Skoda komme und Ministerpräsident Viktor Orban einen Van von VW fahre.

Nach dieser beeindruckenden Führung ging es weiter zur Firma Zwack, welche an der ungarischen Börse notiert ist und deren Hauptprodukt Unicum weit über die Grenzen Ungarns hinaus bekannt ist. Die Firma Zwack verfügt über zwei Produktionsstandorte, einer ist Budapest wo der Unicum hergestellt wird, ein weiterer ist in Kecskemét. Dort werden vor allem Obstbrände hergestellt und auch hier bekam die Delegation einen guten Einblick in die Produktion. So konnte man sich zunächst ein kleines aber funktionsfähiges Museum anschauen, bevor der Delegation der Produktionsprozess erklärt wurde. Die Fa. Zwack wird von Bauern der Umgebung mit hervorragendem Obst beliefert, was vor allem einen hohen Reifegrad und damit einen natürlichen Zuckergehalt ausweisen muss. Je höher der Zuckergehalt, desto besser das Endprodukt. Auch wenn teilweise die Zugabe von Zucker gesetzlich erlaubt ist, so wird dies bei der Firma Zwack nicht durchgeführt, man erhält hier ein sehr gutes Naturprodukt. Die Gegend um Kecskemét ist bekannt für seine exzellenten Marillenbrände, wie eine gute Aprikose schmecken muss, das konnte an einem Baum im Garten der Destillerie festgestellt werden. Sehr reife und sehr süße Früchte, die sehr geschmackvoll waren und herzlich wenig mit dem Einerlei in deutschen Discountern zu tun haben. Im Produktionsprozess, der teilweise von Hand gemacht wird wurde jedoch sehr schnell eine Gemeinsamkeit mit Deutschland erkennbar, hier wie dort ist alles vom Finanzamt verplombt, damit auch ja alles versteuert wird. Probiert werden konnte der Schnaps dann in der hauseigenen Probierstube und erneut war es die wichtigste Aufgabe von Präsident Dr. Peter Spary sich bei den Führern für deren Engagement zu bedanken. Der Tag klang dann mit einem Gewitter und einem eher durchwachsenen Abendessen in einer lokalen Csarda in Kecskemét aus, was jedoch durch gute Weine wieder wettgemacht werden konnte.

Dem Tokajer auf der Spur

Nachdem am Vortage sehr renommierte und international tätige Firmen besucht wurden, ging es am Samstag dann nach Tolcsva. Man war in die Region Tokaj gereist, welche durch ihren Weißwein weltberühmt ist. Bereits am Mittag besuchte man das Weingut von Laszlo Vojnar, der heute im Ruhestand nur noch dem Weinbau seine Leidenschaft schenkt, der jedoch in seinem Vorleben auch Bürgermeister von Tolcsva war. In einem jahrhundertealten Weinkeller bekam die Delegation dann einen Überblick über die dortigen Weinsorten und über die besonderen Arten von Schimmelpilzen, welche für den Gärprozess von besonderer Bedeutung sind. Das alles wurde dann abgerundet mit einem typischen Mittagessen, wie es in ungarischen Familien privat bei Besuchern vorgenommen wird. Es ist sehr geschmackvoll, es ist sehr gehaltvoll, es gibt alles in rauen Mengen, und die ungarische Hausfrau steht stundenlang in der Küche. Das ganze wird natürlich nicht nur mit viel Wein sondern auch einem guten Palinka (Obstschnaps) serviert und ist einfach nur geil. Am ehesten noch vergleichbar mit diversen Winzertellern welche in deutschen Weinanbauregionen gereicht werden, aber halt auch noch mit viel Geflügel, Kartoffelsalat, Gurken und vieles mehr. Von dort ging es nach Mad und dort konnte man eine der bedeutendesten Synagogen des Landes besichtigen, welche sehr aufwendig und liebevoll restauriert worden ist. Sehr beeindruckend war die lange Namensliste mit überwiegend deutschen Namen von Menschen, die hier von den Nationalsozialisten deportiert und umgebracht wurden. Von der Synagoge ging es ins Hotel Botrytis in Mad, welches gerade neu erbaut wurde und wo sich ein Investor aus Budapest große Erfolge verspricht. Das könnte auch funktionieren, denn normale Zimmer in Suitengrößen, großzügige Bäder und Wellnesseinrichtungen und ein sehr freundliches und hilfsbereites Personal machen das Hotel zur Wohlfühloase. Der Investor hat dann auch gleich noch ein Feinschmeckerlokal mit einem Spitzenkoch aufgemacht und ein Bistro am Stadtrand aufgemacht. Zum Abendessen wurde der Spitzenkoch dann auch getestet und gemeinsam für gut befunden, wobei es mehr als unhöflich empfunden wurde, dass sich am Nachbartisch einige junge Männer mehr für ihre Handys statt für Ihre Frauen interessierten.

Der letzte Tag begann sehr schwungvoll. In der Nacht hatte es geregnet und der Busfahrer schaffte es den Bus erst einmal im Schlamm festzufahren. Zum Glück konnte schnell Abhilfe organisiert werden und gemeinsam ging es nach Tokaj, wo eine Schiffsfahrt auf der Theiss organisiert war und anschließend ein Stadtspaziergang durch die malerische Altstadt. Zum Mittagessen ging es dann nach Mad in das Bistro am Stadtrand. Dort war für alle ein leckeres Menü bestellt wurde. Der Koch muss jedenfalls in Österreich gewesen sein, denn so gab es Rindermark auf heißem Toast vorneweg, eine leckere Rindfleischsuppe und dazu Schnitzel mit einer Cornflakepanade mit einem Kartoffelsalat. Das alles jedoch in einer so guten Qualität, damit würde man in der Küchenschlacht Finalsieger. Exzellente Zutaten, auf den Punkt gegart, viel Liebe zum Detail und ein Dessert, was ebenfalls leider viel zu lange auf der Hüfte verbleibt. Doch es ging schnell zum Bus und weiter zum Schloss der Familie Degenfeld, welche über ein großes Weingut verfügt, welches nicht nur besichtigt, sondern auch verköstigt werden sollte. Auch hier gab es wieder sehr, sehr hochwertige Weine, die jedoch in die ganze Welt exportiert werden und wo vor allem eine ganz andere Vermarktungsstrategie dahintersteckt. Viel Zeit das zu erfragen blieb nicht mehr, denn es ging dann für alle nach Budapest zurück, wo die Flieger bereits warteten.

Als Fazit der Reise kann jedenfalls festgehalten werden, dass die Mitglieder der Delegation einen vielfältigen Eindruck über die Stärken und mitunter auch Schwächen der ungarischen Wirtschaft bekommen haben, jedoch sich vieles vor Ort ansehen konnten und Informationen aus erster Hand bekamen.

- Stefan Fassbender, Mitglied des Präsidiums, Beauftragter für Presse und Kommunikation -

 

 

Große Silvesterreise der DUG nach Budapest

 

Es hat schon eine gewisse Tradition, die Silvesterreisen der DUG nach Budapest, welche unter der Federführung von Hannelore Gutzen und gemeinsam mit dem Colloquium Humanum e.V. durchgeführt werden. In diesem Jahr hatte man einen Tag mehr eingeplant und so traf sind die 25-köpfige Reisegesellschaft am frühen Vormittag des 29. Dezember 2015 auf dem Köln-Bonner Flughafen, von wo es direkt in die ungarische Hauptstadt gehen sollte.

Alte Markthalle begeisterte mit Architektur und Kulinarik

 Dort wurde die Gruppe dann von der ungarischen Reiseleitung empfangen und es ging direkt ins Hotel in der Innenstadt, von wo aus die Fußgängerzone Vaci ut bequem zu erreichen war. Nach dem Einchecken stand direkt der erste Höhepunkt auf dem Programm, der Besuch der Großen Markthalle. Auch wer schon öfters in Budapest war, kann sich dem Charme dieses Gebäudes kaum entziehen, dies liegt sicherlich auch daran, dass trotz der starken Frequentierung von Touristen dieser Ort auch von den Budapestern selber gerne zum Einkaufen von frischen Produkten genutzt wird. So kann man sich beim Rundgang durch die Halle sehr schnell auch eine Übersicht über die Leistungsstärkte und Vielfalt der ungarischen Agrarerzeugnisse machen. Richtig verarbeitet werden diese dann in einem einfachen Lokal im 1. Stock der Markthalle, wo es zwar rustikal, aber vor allem auch sehr lecker zugeht. Dort gab es dann die erste Bekanntschaft für die meisten Besucher mit einer Gulaschsuppe.

Budapest im Winter und bei Nacht hat einen ganz eigenen Charme

Von dort aus ging es dann für die meisten zurück ins Hotel und am Abend hieß es dann "Leinen los" für eine große Schiffspanoramafahrt auf der Donau. Dort wie auch an den kommenden Abenden erschloss sich den Teilnehmern der besondere Charme der Stadt im Winter und vor allem in der Weihnachtszeit. So gab das Lichterspiel der Donaubrücken gemeinsam mit der noch vorhandenen Weihnachtsbeleuchtung der Stadt einen ganz besonderen Glanz und tauchte alles in eine stimmungsvolle und auf den Jahresschluss hin geleitete Stimmung.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen einer ausgedehnten Stadtrundfahrt sowie dem Besuch des Parlamentes wo die Gruppe eine ausführliche Führung bekam. An diesem Tag ging es tief in die Geschichte der Stadt und auch des Landes und die Besucher bekamen ein gutes Bild von der wechselvollen Geschichte der Ungarn von der Landnahme bis in die heutige Zeit.

Zigeunermusik und deftige Kulinarik

 Am Abend ging es dann an den Stadtrand wo in einer Weinkatakombe der Tisch gedeckt war. Eine Zigeunerkapelle spielte und wer wollte konnte mehr oder weniger freiwillig sich an diversen Spielchen beteiligen. Kulinarisch war das ganze aber auch durchaus ein Genuss, wurden doch scharfe Nudeln für mehr als 100 Besucher frisch vor den Augen der Besucher gekocht. Viel Zwiebeln, Knoblauch, scharfer und milder Paprika, Mais, Brühe und Tomaten sorgten für einen guten und auch scharfen Geschmack. Logisch dass nach einem solchen Essen auch ein guter Palinka nicht fehlen durfte. Wer wollte konnte dann sogar seine eigenen Flasche Wein mit seinem Foto auf dem Etikett mit nach Hause nehmen.

Silvester mit Politik und festlichem Galaabend

Der Silverstertag selber stand jedem zur freien Verfügung, zahlreiche Teilnehmer nutzten die Gelegenheit eine der zahlreichen Thermen zu besuchen und unter der Leitung von DUG-Präsident Dr. Peter Spary gab es für die DUG-Mitglieder dann am Nachmittag eine Begegnung mit dem neuen Botschafter, Dr. Heinz-Peter Behr im Cafe New York. In dem rund einstündigen Meinungsaustausch ging es um fast alle Fragen der aktuellen Politik in Ungarn, und Dr. Heinz-Peter Behr berichtete von seinen ersten Erfahrungen.

Am Abend stand dann ein festliches Abendessen im Cafe-Astoria auf dem Programm, welches in 6 Gängen serviert wurde und von verschiedenen Musikern gekonnt begleitet wurde. Hier wurde einmal mehr deutlich, dass die ungarische Küche längst dem Klischee von Gulasch und Nockerln entwachsen ist und auch in der europäischen Spitzenklasse mitspielen kann. So gab es unter anderem ein scharfes Champagner-Sorbet, welches auch hierzulande von allen Gastrokritikern nur positive Bewertungen einheimsen würde. Um Mitternacht wurde es dann feierlich, die ungarische Nationalhymne wurde angestimmt und anschließend wurde bis in den frühen Morgen das Tanzbein geschwungen.

Kunst in Szetendre und Konzert in Budapest mit Maga Zoltan

Da fiel dem einen oder anderen das frühe Aufstehen am nächsten Tag nicht besonders leicht aber es ging zu einem Ausflug in den Künstlerort Szetendre, wo sich eine nicht gerade kleine Gruppe bei winterlichen Temperaturen sehr schnell im Cafe des Marzipanmuseums wiederfand. Sich dort den köstlichen Verlockungen in Form von leckeren Torten hinzugeben, sollte sich noch als eine gute Idee herausstellen, denn anschließend ging es weiter zum Hotel Silvanus hoch über der Donau in Vizegrad gelegen. Eine fantastische und atemberaubende Sicht über die Donau und ein Mittagessen, was derart unterirdisch war, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt. Wohl dem, der im Marzipanmuseum vorher genascht hat. Anschließend ging es zurück nach Budapest und dort stand am Abend das Konzert von Maga Zoltan auf dem Programm. In der Budapester Sportarena mit 14000 Leuten wurde so das neue Jahr begrüßt. Und wie, auf jedem Platz fand sich eine kleine Tasche mit einer Flasche Rotwein und einem Becher, so dass während des Konzertes alle zuprosten und auf das neue Jahr anstoßen konnten. Das Programm selber war eine atemberaubende Show durch die Welt der Klassik, des Musicals und des Pops, auf einem auch international sehr hohen Niveau und endete standesgemäß mit dem Radetzkymarsch. Das alles gepaart mit viel Pyrotechnik und da die Veranstalter wohl auch davon ausgingen, dass viele Nichtungarn im Publikum saßen, wurden die Sprechbeiträge in englischer Sprache auf Videoleinwänden übersetzt. Guter Service.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der individuellen Programme der einzelnen Teilnehmer bevor es am Abend in eine gefeierte Aufführung der "Fledermaus" im Budapester Opernhaus ging. Wobei alleine die Ausstattung der Räumlichkeiten der Budapester Oper eine Sehenswürdigkeit für sich ist, aber so konnte man sich auch zusätzlich an diesem Abend von der hervorragenden Akustik der Oper überzeugen.

Ungarnbesuch ohne Kaiserin Sissi, da würde was fehlen

Was wäre Ungarn ohne seine Habsburger und ohne die Zeit der gemeinsamen Monarchie mit Österreich. Und was wäre man ohne die Geschichten rund um die Kaiserin Elisabeth oder Sissi. Da war es folgerichtig, dass man am letzten Tag den Ausflug nach Gödöllö durchführte, um das Schloss der Kaiserin zu besichtigen und sich über dessen wechselvolle Geschichte zu informieren. Denn nach dem Ende der Monarchie wurde das Gebäude auch als Seniorenheim genutzt bzw. die Russen hatten dort als Armeestandort ihr Unwesen getrieben. Inzwischen ist vieles wieder restauriert und man kann sich einen guten Überblick verschaffen, wie das Leben zu Zeiten von Kaiser Franz-Josef und Kaiserin Elisabeth in dem Schloss tatsächlich gewesen ist. Hier hatte die Gruppe allerdings auch richtig Glück mit dem Führer durch das Schloss, der sehr gut historisch bewandert war und auch die Geschehnisse in den einzelnen Zeitabschnitten sowie in der Architektur richtig einordnen konnte. Hier hätte man gerne noch etwas mehr erfahren, aber die Zeit drängte, denn es ging in den Lázar-Reitpark, wo die Weltmeister im Kutschfahren zu Hause sind und es gab eine Reitervorführung sowie eine Besichtigung der Stallungen und vor allem auch ein überaus reichhaltiges Mittagessen. Gut gesättigt ging es von dort aus dann direkt wieder zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin nutzte DUG-Präsident Dr. Peter Spary die Gelegenheit der Organisatorin der Reise, Frau Hannelore Gutzen, für Ihr Engagement zu danken und betonte, dass diese Reisen zusammengestellt habe, welche in keinem Reisebüro zu buchen seien. Der Beifall aus dem Bus zeigte überaus deutlich auf, dass Dr. Peter Spary damit den Gesamteindruck der gesamten Gruppe wiederspiegelte.

 - Stefan Fassbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft, Mitglied des Präsidiums -

 

 

Generalkonsul erläutert ungarische Politik

Lebhafte Diskussion mit Gárbor Tordai-Lejkó

BONN-BEUEL. Mit dem neuen Generalkonsul der Republik Ungarn für den Freistaat Bayern, Gárbor Tordai-Lejkó hatte die Deutsch-Ungarische Gesellschaft (DUG) mit Sitz in Bonn und Berlin erneut einen hochkarätigen Referenten gewinnen können. Auf der jüngsten Veranstaltung am vergangenen Freitag erläuterte der Generalkonsul die Politik Ungarns und widmete einen großen Teil seines Vortrages der aktuellen Flüchtlingsproblematik. Zuvor hatte der Präsident der Gesellschaft, Dr. Dr. h.c. Peter Spary darauf hingewiesen, dass Ungarn mit der Neubestellung der Generalkonsulate in Bayern und Nürnberg auch diplomatisch den wachsenden und intensiven Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland Rechnung trage.

In seinem Statement vor rund 30 Besuchern skizierte der Diplomat dann den Ablauf der Flüchtlingskrise in diesem Jahr aus Sicht der ungarischen Regierung. Dabei machte er deutlich, dass sich Ungarn geltendem EU-Recht verpflichtet fühle, insbesondere was die Bedeutung des Schengen-Abkommens sowie der Dublin-Kriterien betreffe. Die ungarische Regierung beklagt hierbei vor allem jedoch in der Praxis ein Versagen der EU-Institutionen, insbesondere kamen und kommen sowohl Griechenland wie auch Italien ihren Verpflichtungen hier nicht nach. Als einen weiteren Fehler machte der Diplomat aus, dass die EU die Förderung und Unterstützung der Türkei hinsichtlich der Unterbringung der Flüchtlinge zwischenzeitlich reduziert habe. Auch wenn Gárbor Tordai-Lejkó einräumte, dass die Kommunikation der Budapester Regierung nicht immer glücklich gewesen sei, so betonte er sehr deutlich, dass Ungarn ein auf den Wurzeln christlich-jüdischer Werte aufgebauter Staat sei und man sich diesen auch verpflichtet fühle. Er machte auch deutlich, dass der vielfach kritisierte Zaun an den Grenzen zu Serbien und Kroatien sehr schnell wieder abgebaut werden könne und dies aus Sicht der Budapester Regierung zum Bauzeitpunkt die einzig mögliche Lösung gewesen sei. Und er verwies auf die sehr intensiven Grenzschutzanlagen von Spanien und Großbritannien sowie den USA. Auch wenn nicht alle Anwesenden die Einschätzung des Diplomaten in allen Punkten teilten und sich sehr viele teils kritische Nachfragen ergaben, so schätzten die Besucher dieses Abends doch die Möglichkeit, sich einmal aus erster Hand über die Politik Ungarns zu informieren und auch einmal die ungarische Sichtweise dargestellt zu bekommen. Präsident Dr. Dr. Peter Spary bedankte sich denn auch bei dem Generalkonsul sowie den Mitgliedern und Besuchern der Veranstaltung für die lebhafte Diskussion.

 - Stefan Fassbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft, Mitglied des Präsidiums -

 

 

Großer Festakt anlässlich Ungarischem Nationalfeiertag bei Steyler Missionaren

Staatssekretär unterstreicht wirtschaftliche Bedeutung der bilateralen Beziehungen

SANKT AUGUSTIN. Mit einem großen Festakt vor mehr als 150 Mitgliedern und Besuchern, darunter zahlreichen Repräsentanten der in NRW vertretenen Konsulate und Botschaften, feierte die Deutsch-Ungarische-Gesellschaft am vergangenen Freitag den ungarischen Nationalfeiertag.

Der 23. Oktober ist vor allem auch der Erinnerung an den Volksaufstand in Ungarn im Jahre 1956 gewidmet. In seiner Begrüßungsansprache zeigte sich Bürgermeister Klaus Schumacher stolz darüber, dass bereits zum zweiten Mal der Nationalfeiertag von Ungarn in Sankt Augustin gefeiert wird und betonte die guten Beziehungen auf kultureller und sportlicher Ebene von Sankt Augustin mit der Partnerstadt Szentes in Ungarn. Seit 1992 besteht hier ein reger Austausch und der Stadtchef betonte, dass Ungarn nicht nur Deutschland verändert habe, sondern ganz Europa mit seinem mutigen Schritt der Grenzöffnung 1989.

Generalkonsul Balazs Szegner ging in seiner Rede auf die Ereignisse des Jahres 1956 ein und betonte, dass damals tausende von Menschen in Budapest auf die Straßen gingen. Hierbei handele es sich um ein Datum der Weltgeschichte. Er betonte ferner, dass Deutschland ein wichtiger Partner Ungarns sei und dies auch bleiben werde. Hierbei unterstrich er auch die Bedeutung der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft und dankte dieser für die Organisation der Veranstaltung. Deren Präsident, Dr. Peter Spary griff dies auf und betonte, dass man jetzt bereits zum 10. Mal diesen Festakt nach Schließung der ungarischen Botschaft in der Region feiere. Er erinnerte daran, dass Ungarn dem Willen der DDR-Bürger zur Freiheit Flügel verliehen habe, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede einmal betont hatte. Dr. Peter Spary ging im Weiteren ebenfalls auf die wirtschaftliche Entwicklung Ungarns ein und betonte, dass vor allem die volkswirtschaftlichen Zahlen Anlass zur Freude seien, was sich nicht zuletzt an einem starken Anstieg des lndexwertes der Budapester Börse seit Beginn des Jahres manifestiere. Ebenfalls ging Dr. Peter Spary auf die teilweise sehr kritische Berichterstattung in den letzten Jahren über die aktuelle Politik in Ungarn ein und verweis hier auf einen Bericht der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Hier wurde unter Federführung des SPD Politikers Klaus von Dohnanyi insbesondere mit den Vorwürfen aufgeräumt, dass in Ungarn die Meinungs- oder Pressefreiheit bzw. die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt worden sei.

Als Festredner ergriff anschließend Staatsekretär Kristof Altusz vom Ministerium für Auswärtiges und Außenhandel in Budapest das Wort und schlug den historischen Bogen vom Jahr 1956 zu heute. Er betonte, dass Ungarn stolz darauf sei, sich als erstes Volk in Europa gegen das sowjetische Regime erhoben zu haben. Daraus habe man Mut und Selbstvertrauen geschöpft. Der Wille zur Freiheit, so der Staatsekretär, sei tief im ungarischen Volk verankert. Die Revolution ruhmvoll gewesen, da sie den Anfang vom Ende des Kommunismus darstelle.

Neben Fragen der aktuellen Politik ging er auch auf die wirtschaftliche  Zusammenarbeit ein und betonte, dass Ungarn eine Spitzenrolle in der EU wahrnehmen wolle und dass man die Exporte aus dem Bereich der Automobilwirtschaft weiter steigern wolle. Er nahm hier direkten Bezug auf die aktuelle Krise bei Volkswagen und betonte, dass VW in Ungarn weiterhin sehr willkommen sei und dass die ungarische Führung volles Vertrauen in den Konzern habe. Zum Ende seiner Ausführungen wurde es dann doch sehr humoristisch im Saal, als der Staatssekretär der Hoffnung Ausdruck gab, dass die Verpflichtung von Andy Möller als Co-Trainer der ungarischen Nationalmannschaft den Weg zur Europa-Meisterschaft frei machen würde.

Abgerundet und begleitet wurde der Abend vom Kammerorchester der Musikschule Sankt Augustin unter der Leitung von DUG-Mitglied Christiane Kraus, welches für seine Darbietungen viel Applaus erhielt.

- Stefan Fassbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, Mitglied des Präsidiums -

 

Deutsch-Ungarische Gesellschaft tagt in Beuel

Jahresmitgliederversammlung bestätigt Präsidium

Einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft am vergangenen Freitag in Beuel Dr. Dr. hc. Peter Spary für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Präsident der Gesellschaft. Die in Bonn und Berlin ansässige Gesellschaft hatte turnusmäßig Neuwahlen durchzuführen.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte Peter Spary darauf verweisen, dass die Gesellschaft weiterhin steigende Mitgliederzahlen vorweisen kann, welche das eigentliche Kapital der Gesellschaft sind. In den vergangenen zwei Jahren hat man fast 60 Veranstaltungen in Bonn, Berlin und Budapest durchgeführt und versteht sich zusätzlich auch als Dachverband der rund 50 regionalen Gesellschaften innerhalb Deutschlands. Auch wenn die aktuelle Meinung und Berichterstattung hinsichtlich der ungarischen Regierung durchaus nicht unumstritten ist, so formulierte Peter Spary den Kurs der Gesellschaft zutreffend: "Wir sind weder Pflichtverteidiger noch Chefankläger der Regierung Orban, wir kooperieren über alle Institutionen" und somit mit allen gesellschaftlichen Kräften in Ungarn.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Dr. Sándor Peisch, ehemaliger Botschafter von Ungarn in Deutschlands und davon rund 5 Jahre auch in Bonn, auf die aktuelle politische Situation des Landes ein. Er beleuchtete die Situation auch aus der historischen Rolle und Selbstverständnis des Landes. Im Laufe der Diskussion betonte Friedhelm Ost, dass Ungarn sich auch aus der Historie heraus als ein sehr wertebewusstes Land darstelle dies auch aus der Verfassung heraus. Einig waren sich alle darüber, dass es mitunter schwierig geworden sei, komplexe Themen jenseits von Schlagzeilen rüber zu bringen und diese auch der Öffentlichkeit gegenüber darzustellen.

Im dritten Teil der überaus gut besuchten Veranstaltung gab es dann einen Auftritt des Reiko-Trios aus Budapest, welche mit Original Zigeunermusik für einen kulturellen Höhepunkt sorgten. Auf Geige, Zymbal und Bass brachten die jungen Musiker teilweise ungewohnte Töne zu Gehör, denn die Zigeunermusik wurde ursprünglich nicht über Noten weitergegeben sondern durch Hören und Spielen erlernt. Freilich ist dies heute etwas professioneller organisiert und das Reiko-Orchester konnte seine Musik auch schon auf dem Petersplatz für Papst Benedikt spielen, der davon so begeistert war, dass das Orchester innerhalb von 7 Monaten zum zweiten Mal in den Vatikan eingeladen worden war. Am Ende des Abends konnten die Mitglieder der Gesellschaft dies nachvollziehen und es gab sehr viel Applaus und den Wunsch nach einer Zugabe.

- Stefan Fassbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, Mitglied des Präsidiums -

 

 

Deutsch-Ungarische Gesellschaft tagt in Beuel (15.09.2015)

Jahresmitgliederversammlung bestätigt Präsidium

BONN. Einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft am vergangenen Freitag in Beuel Dr. Dr. hc. Peter Spary für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Präsident der Gesellschaft. Die in Bonn und Berlin ansässige Gesellschaft hatte turnusmäßig Neuwahlen durchzuführen.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte Peter Spary darauf verweisen, dass die Gesellschaft weiterhin steigende Mitgliederzahlen vorweisen kann, welche das eigentliche Kapital der Gesellschaft sind. In den vergangenen zwei Jahren hat man fast 60 Veranstaltungen in Bonn, Berlin und Budapest durchgeführt und versteht sich zusätzlich auch als Dachverband der rund 50 regionalen Gesellschaften innerhalb Deutschlands. Auch wenn die aktuelle Meinung und Berichterstattung hinsichtlich der ungarischen Regierung durchaus nicht unumstritten ist, so formulierte Peter Spary den Kurs der Gesellschaft zutreffend: "Wir sind weder Pflichtverteidiger noch Chefankläger der Regierung Orban, wir kooperieren über alle Institutionen" und somit mit allen gesellschaftlichen Kräften in Ungarn.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Dr. Sándor Peisch, ehemaliger Botschafter von Ungarn in Deutschlands und davon rund 5 Jahre auch in Bonn, auf die aktuelle politische Situation des Landes ein. Er beleuchtete die Situation auch aus der historischen Rolle und Selbstverständnis des Landes. Im Laufe der Diskussion betonte Friedhelm Ost, dass Ungarn sich auch aus der Historie heraus als ein sehr wertebewusstes Land darstelle dies auch aus der Verfassung heraus. Einig waren sich alle darüber, dass es mitunter schwierig geworden sei, komplexe Themen jenseits von Schlagzeilen rüber zu bringen und diese auch der Öffentlichkeit gegenüber darzustellen.

Im dritten Teil der überaus gut besuchten Veranstaltung gab es dann einen Auftritt des Reiko-Trios aus Budapest, welche mit Original Zigeunermusik für einen kulturellen Höhepunkt sorgten. Auf Geige, Zymbal und Bass brachten die jungen Musiker teilweise ungewohnte Töne zu Gehör, denn die Zigeunermusik wurde ursprünglich nicht über Noten weitergegeben sondern durch Hören und Spielen erlernt. Freilich ist dies heute etwas professioneller organisiert und das Reiko-Orchester konnte seine Musik auch schon auf dem Petersplatz für Papst Benedikt spielen, der davon so begeistert war, dass das Orchester innerhalb von 7 Monaten zum zweiten Mal in den Vatikan eingeladen worden war. Am Ende des Abends konnten die Mitglieder der Gesellschaft dies nachvollziehen und es gab sehr viel Applaus und den Wunsch nach einer Zugabe.

- Stefan Faßbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft -
 

 

Dialogabend mit dem neuen ungarischen Generalkonzul, Herrn Balazs Szegner, Bonn (22.05.2015)

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/beuel/beuel-mitte/Infoabend-mit...

 

 

Delegation der DUG in Budapest und Miskolc (13. - 18. 05. 2015)

Intensive Gespräche über Strukturwandel in Ostungarn

Vom 13. bis 18. Mai 2015 besuchte eine Delegation der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft unter der Leitung von Präsident Dr. Peter Spary Budapest sowie die ostungarischen Metropolen Miskolc und Eger. Bei den zahlreichen Gesprächen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik wurde intensiv über Fragen der aktuellen Politik sowie der wirtschaft-lichen Beziehungen diskutiert.

Bereits am ersten Tag erwartete die 10-köpfige Delegation ein umfangreiches Arbeitsprogramm. Mag. Peter Szenkurök begrüßte die Abordnung als Vertreter des Deutsch-Ungarischen Wirtschaftsclubs und in der darauffolgenden Diskussion ging es vor allem auch um das jeweilige Bild der Länder. Präsident Dr. Peter Spary betonte hierbei, dass die DUG parteipolitisch neutral sei und man weder "Chefankläger" noch "Chefverteidiger" der Regierung Orbán sei. Allerdings suche man den Dialog mit der Regierung und da FIDESZ diese stelle, sei dieser automatisch gegeben. Sowohl von ungarischer Seite wie auch von deutscher Seite wurde dabei die teilweise sehr verkürzte und nur auf Schlagzeilen bedachte Berichterstattung in den Medien kritisch betrachtet, da diese häufig eben nicht das gesamte Spektrum wiederspiegelt.

Mit einem Besuch im historischen Spiegelsaal der Andrássy-Universität ging es weiter, wo die Leitung der Universität die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten im deutschsprachigen Bereich darstellte und sich auch die Möglichkeit von informellen Gesprächen am Rande mit den Studenten ergab.

Nächster Höhepunkt war eine Führung durch die historischen Räumlichkeiten des Ungarischen Parlamentes bevor es in den Gesprächen mit Botschafter a.D. Sandor Peisch im Restaurant "Gundel" erneut politisch wurde.

Ungarnbesuche konzentrieren sich in aller Regel auf die Hauptstadt Budapest oder die Städte mit starker Konzentration der Automobilwirtschaft wie Győr oder Kecskemét. Daher hatte man sich im Vorfeld bereits überlegt, diesmal die drittgrößte Stadt Ungarns, Miskolc im Osten zu besuchen. Die Delegation der DUG wurde vom stv. Oberbürgermeister von Miskolc, Gábor Kiss, empfangen. Im Gespräch erläuterte er den Wandlungsprozess der Stadt, in der zu sozialistischen Zeiten vor allem die Schwerindustrie sehr monostrukturmässig angesiedelt war, zu einer großen Vielfalt im Wirtschaftsleben. Hierzu ist zum einen die Ausbildungskapazität im universitären Bereich wie auch im Fachhochschulbereich erweitert worden, zum anderen konzentriert sich die Stadt auch auf die Bereiche Touristik.

So gibt es inzwischen ein gut angenommenes Weinfestival aber auch mit einem Bierfestival macht man von sich reden. Ebenfalls will man über die Erweiterung von Museumskapazitäten langfristig mehr Besucher anlocken. Dies auch im Standortwettbewerb um große Unternehmen, musste man doch seinerzeit bei der Ansiedlung von Mercedes Kecskemét den Vortritt lassen. Dafür hat sich jedoch die Firma Bosch angesiedelt und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, ebenso ist man sehr erfolgreich damit, universitären Start-Ups gute Möglichkeiten zu bieten.

Dies wurde in einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen auch vom Geschäftsführer der örtlichen Industrie- und Handelskammer, Tamás Bihall bestätigt. Eine Gesprächsrunde mit Jenó Freund als Präsident der jüdischen Gemeinde rundete die Gespräche ab.

Mit einem geführten Stadtrundgang konnte sich die Delegation dann im Anschluss noch selber ein Bild von der Lage machen, bevor es in das nahe gelegene Schlosshotel Lillafüred ging. Die dortige Forellenzucht ist inzwischen weltbekannt und wird unter anderem auch aus Mitteln der EU gefördert, die dort gewonnenen Erkenntnisse der nachhaltigen und biologischen Fischzucht werden auch über die Vereinten Nationen weltweit zugänglich gemacht. Was Frische bedeutet, konnte die Delegation dort erfahren, dauert der Weg des Fisches vom Fang auf den Teller ganze 8 Minuten. Frischer geht nicht.

Mit einem Stadtrundgang durch Eger  und der Besuch eines Weinkellers am Sonntag endete das sehr umfangreiche Programm. Dabei konnte sich die Gruppe davon überzeugen, dass sich auch der ungarische Weinbau sehr stark von Quantität zu Qualität entwickelt hat, auch wenn das Marketing sicherlich noch Potential nach oben hat.

-Stefan Faßbender, Beauftragter für Presse und Kommunikation der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft --