Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
 

Otto-Schlecht-Preis

Zu den herausragenden Ereignissen der Gesellschaft zählt jeweils die alle zwei Jahre stattfindende Verleihung des Otto-Schlecht-Preises, der gemäß § 7 Absatz 7 der Satzung verliehen wird an Persönlichkeiten, die sich besondere und herausragende Verdienste erworben haben durch langjähriges Wirken bei der Gestaltung des deutsch-ungarischen Dialogs in der Wissenschaft, in der Wirtschaft, in der Kunst, in der Politik und deren Arbeit in beiden Ländern gewürdigt und anerkannt wird. Die Verleihung des Otto-Schlecht-Preises dient dem Ziel, das Erbe des Gründungspräsidenten der Gesellschaft zu bewahren und zu pflegen.


1994 wählte die erste Mitgliederversammlung der Gesellschaft den damaligen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft Prof. Dr. Otto Schlecht zum Gründungspräsidenten und zu ihrem ersten Präsidenten. Diese Funktion nahm Prof. Schlecht bis 1999 wahr. Danach gehörte er bis zu seinem Tod im Februar 2004 unserer Präsidium als Ehrenpräsident an und wirkte aktiv mit an der Entwicklung der Gesellschaft. Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt nannte Otto Schlecht eine „Bonner Institution“. Es war daher logisch, dass die DUG die höchste Auszeichnung, die sie zu vergeben hat, mit dem Namen von Otto Schlecht verbunden und dies entsprechend in der Satzung verankert hat. Nach der erstmaligen Verleihung des Otto-Schlecht-Preises an Staatssekretär a. D. Dr. h. c. Gustav Wabro fanden zwei Verleihungen statt. Die Laudatio hielt Vizekanzler a. D. Dr. Klaus Kinkel.


Am 17. März 2010 wurde in der Botschaft der Republik Ungarn der Otto-Schlecht-Preis verliehen an Staatsminister a. D. Peter M. Schmidhuber, Mitglied der Europäischen Kommission a. D., Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank a. D. Peter Schmidhuber wirkte viele Jahre erfolgreich als Vorsitzender des Kuratoriums der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft und ist ihr heute mit Rat und Tat auf das Engste verbunden geblieben. Die Laudatio zu seiner Auszeichnung in der Botschaft hielt Bundesminister a. D. Dr. Theo Waigel.


Eine weitere Verleihung des Otto-Schlecht-Preises erfolgte am 21. März 2012 in der Botschaft von Ungarn an Dipl.- Wirtschafts-Ing. Arndt G. Kirchhoff, Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und dort der Vorsitzende des BDI-Mittelstandsausschusses. Kirchhoff hat sich als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kirchhoff Automotiv GmbH bleibende Verdienste um die Gestaltung der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen erworben. Die Festansprache anlässlich der Preisverleihung hielt Eckart von Klaeden MdB, Staatsminister im Bundeskanzleramt. Für die Laudatio konnte der langjährige Parlamentarische Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Rechtsanwalt Hartmut Schauerte gewonnen werden.